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Dezember 2026: Sammlungsauflösung (Barbie, Petra, Clones u.a.)

Aus traurigem Anlass (siehe mein voriger Beitrag): Am 11. Dezember 2026 kommt ein Teil der riesigen Sammlung der im August verstorbenen, langjährigen Sammlerin Monika Sedelmaier in einem Auktionshaus zum Aufruf. Ein zweiter Teil bzw. Termin folgt 2027 (tba).

🔗 Link zum Auktionshaus 🔗

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 September 2026: Nachruf auf eine leidenschaftliche Sammlerin

Diese Woche erreichte mich eine traurige Nachricht über meine Sammler-Freundin Monika Sedelmaier. Sie ist leider vor wenigen Wochen verstorben. Da ich sie persönlich kannte und langjährigen Kontakt mit ihr hatte, möchte ich ihr mit den folgenden Zeilen gedenken.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Monika hatte vielfältige Interessen. Was das Sammeln betraf, so lag ihr Schwerpunkt anfangs auf antiken Puppen, Kaufläden und Puppenstuben. Sie begeisterte sich außerdem für Mode und über diese fand sie auch zu Barbie. Auf die Frage, wie sie zum Barbie-Sammeln gekommen war, erzählte sie mir, dass die Barbie-Outfits der 1960er-Jahre sie an ihre jungen Jahre und an die Mode von damals erinnerten. Die Qualität und Detailliebe der frühen Barbie-Outfits beeindruckten sie nachhaltig. Wenn ich mich recht erinnere, hat Monika kurz vor oder nach ihrem Austritt aus dem Berufsleben mit dem Sammeln von Barbies begonnen – also vor etwa 20-25 Jahren. Sie sei da „irgendwie hineingerutscht“, schrieb sie mir einmal. 

Sie hat dann hauptsächlich bei eBay USA gesucht und gekauft, da dort die Auswahl in den 20'00er-Jahren besonders umfangreich war. In den USA knüpfte sie auch Kontakte zu anderen Sammlern. Mehrmals erwähnte sie eine Art Newsletter oder Internet-Forum in den USA, auf dem sie einige Jahre sehr aktiv war. Leider bin ich mir nicht mehr sicher, wie es hieß – es könnte das Barbie Bulletin Board (BBB) gewesen sein. Vielleicht erinnern sich einige von euch noch an diese Zeit, an das BBB und an Monika? 

Ich begann einige Jahre nach Monika, so um 2007 zu sammeln, allerdings in wesentlich kleinerem Rahmen. Irgendwann um 2008/2009 müssen wir über eBay in Kontakt gekommen sein; die früheste E-Mail, die ich von ihr habe, stammt aus dem Jahr 2009. Da Monika nicht nur Barbies, sondern auch Petras und Clones sammelte und wie ich gerne nach Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Herstellern, Marken, Puppen und Outfits forschte, entstand zwischen uns ein reger und bereichernder Austausch. Ich habe mindestens 300-400 E-Mails die wir uns im Laufe der Jahre geschrieben haben! Wir verstanden uns von Anfang an sehr gut und schlossen bald Freundschaft. 

Nach vielen E-Mails und einigen Telefonaten lud Monika mich zu sich nach Hause ein, um mir Teile ihrer imposanten Sammlung zu zeigen. Obwohl sie mir mit den E-Mails schon einige Fotos geschickt hatte, die Puppen ihrer Sammlung zeigten, hatte ich vor meinem ersten Besuch nicht die geringste Ahnung wie groß ihre Sammlung war. Ich habe sie einmal gefragt, wie viele Modepuppen sie besitzt, aber sie lachte nur und meinte, sie habe nie gezählt. Ihre Sammlung zu sehen, war für mich so faszinierend wie ein exklusiver Besuch in einem Spielzeugmuseum: Vintage-Barbies, Petras, Clones, Bild-Lilli, Hongkong-Lillis und vieles mehr. Neben den zahlreichen Modepuppen besaß sie so gut wie alle Vintage-Outfits von Barbie und Petra sowie einige echte Raritäten, die ihr große Freude bereiteten. Ihre Sammlung war so umfangreich, dass ich nie alles gesehen habe, aber zweifellos hätte man damit ein ganzes Museum bestücken können. Noch im höheren Alter kaufte sie sich einige Vitrinen, um besonders schöne Stücke im Flur ihres Hauses auszustellen. Die folgenden Fotos habe ich bei unserem letzten Treffen gemacht; sie gewähren einen kleinen Einblick in Monika's Schätze.





 

 



 

 

Monika war die einzige Sammlerin, die in meiner Nähe wohnte und die ich dadurch persönlicher kennenlernen durfte. Obwohl sie seit einigen Jahren gesundheitliche Probleme hatte, merkte man davon nichts, sobald die Sprache auf ihre Sammlung kam. Bei unseren Treffen zeigte sie mir voller Begeisterung ihre Neuheiten oder besondere Stücke – selbst wenn sie dafür manches erst aus vollgepackten Kartons in den Schränken hervorholen musste.

Monika hatte eine so herzliche, positive und offene Art, dass es einfach schön war, Zeit mit ihr zu verbringen und sich auszutauschen – sei es über unsere Sammlungen oder über das Leben. Ich wollte ihr bald wieder schreiben, um zu fragen, ob wir uns im November treffen können. Leider wird daraus nichts mehr. Ich kann es noch gar nicht ganz fassen. Unsere vielen Nachrichten, die Telefonate und die Treffen werden mir in wunderbarer Erinnerung bleiben.

Liebe Monika, ich werde Dich sehr vermissen! 

 

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 Juni 2025: Nachruf auf eine besondere Sammlerin

Ende April erfuhr ich, dass Martha Andersen aus Dänemark – Sammlern bekannt durch ihre Webseite Martha's Fashion Dolls – schwer erkrankt war. Mitte Mai verstarb sie. Mit diesen Zeilen möchte ich mich von ihr verabschieden und an sie erinnern.

Martha hat schon immer gerne gesammelt, nicht nur Puppen. Auch genäht hat sie sehr gerne. Ihre Sammelleidenschaft für Modepuppen begann 2002 als ihr Schnittmuster für Barbie-Kleidung in die Hände fielen. Sie nähte einige Barbie-Kleider und begann dann die passenden Puppen für diese Kleider auf Flohmärkten zu kaufen. Mein Sammeln von Modepuppen der 60er und 70er Jahre begann einige Jahre später, circa 2007, als ich nach einem Umzug meine alten Petra- und Barbie-Sachen wiederentdeckte. Beim Herumstöbern im Internet zum Thema Petra / Plasty stieß ich bald auf Marthas Seite – ein echter Schatz für Sammler von Vintage-Modepuppen. Besonders faszinierend fand ich ihre vielen Flohmarktfunde, die sie regelmäßig dokumentierte. Ihre Begeisterung, ihr umfangreiches Wissen und ihre Fotos machten Martha's Fashion Dolls zu einer unverzichtbaren Quelle für mich.

Unser erster Kontakt entstand entweder durch eBay-Käufe, oder durch eine Frage zum Thema Petra/Plasty, die ich ihr per E-Mail stellte. Ich weiß es nicht mehr genau. Ab etwa 2008 schrieben wir uns jedenfalls oft zum Thema Petra und Clones. Ich habe über 150 E-Mails von Martha aufbewahrt, sowie viele Fotos ihrer Puppen, die sie mir damals geschickt hat. Über die Jahre tauschten wir auch mal Puppen und Outfits.

Als ich mich aufgrund familiärer Umstände ab 2012 für lange Zeit vom aktiven Sammeln zurückzog, brach leider unser Kontakt ab. Ich habe aber gelegentlich ihre Webseite besucht um zu sehen was sie dort neu hinzugefügt hat. Erst im Winter 2024/2025 begegneten wir uns kurz in einer Facebook-Gruppe wieder, als es dort um eine Puppe von Plasty ging. Dass dies unser letzter Austausch sein würde, konnte ich nicht ahnen.

Die Nachricht von ihrem Tod hat mich getroffen. Ich denke seither oft an sie, ihre Sammlung, ihre Arbeit an der Webseite und all das Wissen, das sie gerne mit anderen geteilt hat. Kurz vor ihrem Tod schrieb sie auf Facebook, dass Martha’s Fashion Dolls in einigen Monaten offline gehen wird. Es ist traurig, dass diese wertvolle Sammlung von Informationen und Bildern verloren gehen soll. Martha hat aber erlaubt, ihre Inhalte weiterzuverwenden. Ich werde deshalb nach und nach passende Bilder und Hinweise von ihrer Webseite in meinen Blog einpflegen, damit ein Teil ihres Wissens und ihrer Bilder länger erhalten bleibt.

Martha war eine leidenschaftliche Sammlerin, die ihr Wissen gerne teilte – großzügig, freundlich und hilfsbereit. Sie war keine dieser Sammler, die nichts von ihren Funden preisgeben wenn andere Sammler nach Bildern oder Informationen suchen. Nein, sie war vielmehr eine Sammlerin, die andere mit ihrer Begeisterung für Modepuppen ansteckte. Ich - und sicherlich viele andere in der Sammlerwelt - werden sie und ihre rege Teilhabe an der Online-Sammlerwelt vermissen. Danke für alles, Martha!

Nachtrag: Im Jahr 2013 gab Martha in einem Zeitungsartikel der dänischen Diözesanzeitung "Fyens" an mehrere hundert Barbies, sowie 600 andere Modepuppen zu besitzen; sie stellte damals ihre Sammlung aus und wurde bei dieser Gelegenheit zum Thema befragt. Wieviel Puppen sie 12 Jahre später, zum Zeitpunkt ihres Todes, besaß entzieht sich meiner Kenntnis. 

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Winter 2024/25: Gelöschte Blogs und warum sie verschwinden 

Schade um die viele Zeit und Arbeit... Gerade fand ich wieder mal einen veralteten Link in einem meiner Beiträge. Es gab einmal den herrlichen französischen Blog von "Les3blondes555" auf Skyrock. Sie zeigte dort viele schöne Fotos ihrer Sammlung und schrieb informative Beiträge. Nun ist der Blog weg und das ist nicht der einzige in letzter Zeit. Wie hieß damals das Lied in den 1980ern? "Video kills the radio star". So ist es jetzt mit Social Media, oder nicht? Seit viele Leute nahezu alles auf Facebook schreiben, suchen und lesen, beobachte ich ein massives Sterben von Webseiten und Blogs. Das gilt für viele  Bereiche, nicht nur für das Sammeln. Sogar Firmen löschen ihre Webseiten und werben für ihre Services und Produkte nur noch auf Social Media. Ich persönlich sehe Fbook-Gruppen für die einzelnen Sammelgebiete als eine Anlaufstelle, aber nicht als die einzige. Deshalb mag ich mir nicht vorstellen, dass sich in Zukunft alles nur noch auf Fbook abspielt, weil immer weniger Webseiten und Blogs zum Thema Sammeln existieren. Es kann natürlich auch sein, dass manche ihre Webseiten und Blogs aufgeben, weil die Lust dazu verloren ging, oder das Sammeln aufgegeben wird, aber trotzdem ist es schade, dass gleich alles gelöscht wird, gerade wenn es Blogs sind die kostenfrei erhalten werden könnten.

2 Kommentare:

  1. it is very very sad that Martha's website no longer exists...I hope someone had downloaded its content before it was turned down so it is not lost!

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    1. It is still time to save pictures from the website. As far as I know it is on till December 31, unless her family keeps it for longer.

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